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28. März 2017

Radio Bremen – Nordwestradio/ Funkhaus Europa

Praktikant: Laura-Nadin Naue, 54K
Zeitraum: September – November 2017 (3 Monate)
Medium: Radio Bremen, Radio
Ressort: Nordwestradio (2 Monate) und Funkhaus Europa (1 Monat)

 

Arbeitstag

Beim Nordwestradio, der Kultur- und Infowelle von Radio Bremen, war ich für einen Monat im Team 1 und für den zweiten Monat im Team 2. Team 1 heißt: Um 9 kommen, Nachrichtenlage durchforsten, um 10 geht’s zur Konferenz. Die dauert ca. 45 Minuten, in der Zeit werden Themen für den Tag besprochen. Überwiegend werden diese durch Interviews umgesetzt. Das heißt: Nach der Konferenz einen Ansprechpartner suchen und Fragen vorbereiten. Das Interview führt der Moderator. Das Arbeiten ist also tagesaktuell, allerdings muss einem klar sein, dass man hier kaum eigene Beiträge macht. Dafür gibt es den Reporter-Pool. Die Reporter arbeiten für (fast) alle Radiowellen von Radio Bremen. Ich habe in der Zeit ein paar Beiträge machen können, Länge ist wie immer um die 3:30 min. Außerdem konnte ich eine größere Recherche machen, die auf allen Wellen lief, und ich durfte eine Podiumsdiskussion organisieren. Auch hier: Gesprächspartner aussuchen, Vorgespräche führen, Fragen vorbereiten, und alles Organisatorische. Mir hat das viel Spaß gemacht. Am Anfang war ich oft länger da, da haben mich die Kollegen auf den Feierabend hingewiesen. Hier ist die gegenseitige Rücksichtnahme wirklich groß. Nach der größeren Recherche durfte ich mir auch einen Tag freinehmen.

Team2 ist das Kulturteam. Was immer geht, sind Buchkritiken oder ein Beitrag für das Magazin „Glauben und Wissen“. Hier durfte ich sogar 10 Minuten machen, was mir für meine zweite Station beim MDR sehr geholfen hat.

Im 3. Monat war ich beim Funkhaus Europa. Auch hier: Alle super offen. Da konnte ich erstmals live vor’s Mikro. FHE kommt eigentlich vom WDR, Radio Bremen übernimmt das Wochenende. Also arbeitet man hier in der Regel Mittwoch-Sonntag.

Generell durfte ich beim Radio Bremen sehr viel machen, viel probieren. Es gibt jede Woche Sprechunterricht, außerdem eine Einführung in das Schnittsystem (das wir auch an der DJS haben) und eine Hausführung, wenn man danach fragt.

Arbeitsklima

Ganz hervorragend! In den Konferenzen wird vor allem viel gelobt. Klar, Kritik gibt es auch mal. Aber die Kollegen sind sehr nett, und es gab sogar einige, die mich nach Rat fragten. Überwiegend waren das hier Gespräche auf Augenhöhe, man ist schnell ein vollwertiges Teammitglied. Klar, gerade beim „Team 1“, der tagesaktuellen Redaktion, sind alle sehr beschäftigt. Aber auch hier nimmt sich jeder dann doch die Zeit, um etwas zu erklären.

Bezahlung

Gibt’s nicht. Ebenso wenig wie beim NDR oder MDR. Ich wurde aber für einen Beitrag bezahlt, den ich während meiner Zeit erstellt habe, der aber erst später gesendet wurde. So einen Deal kann man aushandeln. Waren aber auch nur 200 Euro für 3 Monate.

Essen

Radio Bremen hat leider keine Kantine. Direkt im Haus gibt es ein Restaurant mit Mittagstisch, aber bei mir blieb es auch dort meist bei Salat oder Suppe. Jeden Freitag gibts um die Ecke aber Markt mit 2-3 Gerichten, das ist super!

Empfehlen?

Absolut! Nette Kollegen, interessante und abwechslungsreiche Aufgaben, eine Redaktion direkt an der Weser und Sprechunterricht. Besser geht’s nicht!

Dort arbeiten?

Ich dachte, Radio Bremen sei arm, aber derzeit suchen sie immer wieder Mitarbeiter und gibt jungen Journalisten eine Chance.

Noch fragen?

Bei Fragen, schreibt mir gerne! Ihr erreicht mich unter laura.naue@gmx.de