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19. März 2013

Stadtlust, neue Sterne und eine Chipstüte im Eis

von Fumiko Lipp, Lisa Böttinger, Marieke Reimann und Sabine Pusch

 

1.Unlust bei Stadtlust

(Markus Böhm, kioskforscher.de)

Die verkaufte Auflage der Zeitschrift „Landlust“ liegt mittlerweile über der des „Spiegel“. Kein Wunder also, dass auch andere Verlage profitieren wollen. Die WAZ-Women Group veröffentlicht jetzt testweise das Magazin „Stadtlust“. Kioskforscher Markus Böhm hat sich die erste Ausgabe genauer angesehen.

 

2. Das E-Book, der Flohmarkt-Killer

(Kathrin Hollmer, jetzt.de)

Bücher kann man anfassen, umblättern, riechen, verleihen. Man kann auf Flohmärkten in alten Bananenkisten stöbern, sich über den schlechten Geschmack mancher Leute wundern und dann am Ende doch mit einigen Errungenschaften samt Eselsohren und vergilbten Buchseiten nach Hause gehen. Bei E-Books ist das schon etwas komplizierter, ihr Verleih und Verkauf ist illegal. Immer mehr Firmen machen sich Gedanken über den Umgang mit gebrauchten digitalen Produkten.

 

3. Ein Blick gen Osten

(n-ost.org)

n-ost nennt sich ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der Zeitungen und Hörfunkanstalten, Stiftungen, Unternehmen und Einzelpersonen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Berichterstattung aus Osteuropa beliefert. Findet Korrespondenten-Angebote, stöbert im Serbien-Länderspezial oder findet Experten zu politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten Osteuropas – Netzwerken ist hier Grundprinzip.

 

4. Für Abenteurer

(Julia Grossmann, GEO.de)

Ein Schlitten, Langlaufskier und ein Mann im ewigen Eis. Mit GEO.de sprach der hartgesottene Norweger Aleksander Gamme über seinen Trip auf den Spuren Amundsens zum Südpol und zurück und zeigt, wie eine Tüte Chips die Welt verändern kann. Sein Video ging um die Welt – Mahlzeit!

 

5. Kein neuer Stern am Medienhimmel

(Michael Schophaus, MAGDA)

Gespannt warteten vergangene Woche Journalisten und andere Zeitungslesungswillige auf die sanierte Ausgabe des STERN. Groß wurde er geplant der Blatt-Relaunch. Der neue Chefredakteur Dominik Wichmann hatte zuvor ein Kreativ-Team mit Namen „Nordwind“ ins Leben gerufen, das frische Luft in die Magazinseiten wehen sollte. Mit der Aufmacherstory „Ich liebe Gott (und eine Frau)“, in der Priester die Befreiung vom Zölibat einfordern, kamen sie dann alle um die Ecke: der neue Chef, das neue Design – der alte Inhalt. So zumindest schlussfolgert der Journalist Michael Schophaus, ehemaliger Henri-Nannen-Schüler, ehemaliger STERN-Redakteur. Er betrachtet den neuen STERN allenfalls als „laues Lüftchen“, das als „Shitstorm der Langeweile“ daher kommt.