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27. Februar 2014

Satire im Netz, Drohnenjournalismus und ein apokalyptischer Webcomic

 von Anna Dreher und Mirjam Wlodawer

Drohnen im Journalismus

Werden Drohnen bald ungesetzt, um noch investigativer arbeiten zu können? Experten rechnen offenbar damit, dass in fünf bis zehn Jahren ganze Schwärme hochauflösende Gesamtbilder von einer Stadt im Kameraverbund liefern. Eine Bereicherung? Oder eine Bedrohung?

„Thunderpaw: In the ashes of Fire Mountain“

Verloren in einer apokalyptischen Welt kämpfen die beide Welpen Bruno und Ollie ums Überleben. Jen Lees Webcomic Thunderpaw ist eine düstere und schräge Erzählung aus animierten Gifs.
„Journalisten in Bosnien. Die Aufdecker von Sarajevo“
Seit Anfang Februar zieht es immer mehr Menschen in Bosnien auf die Straße. Sie fordern von ihren Politikern, endlich die Korruption und die Armut im Land zu bekämpfen. Zahlreiche Korruptionsskandale, die jetzt für Diskussionsstoff sorgen, wurden von den Journalisten des Zentrums für investigativen Journalismus (CIN) aufgedeckt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Medien, die von Parteien oder reichen Geschäftsmännern finanziert werden, können die Journalisten des Instituts unabhängig recherchieren und publizieren.
„Alma. Ein Kind der Gewalt“
Warum wird ein junger Mensch zum Mörder? Alma, die Protagonistin dieser Webdoku, konfrontiert den Zuschauer mit ihrer erschütternden Lebensgeschichte. Schon als junges Mädchen wurde sie Mitglied der Maras, einer der brutalsten Gangs von Guatemala. Sie mordete, stahl und half ihren Kumpels Frauen zu vergewaltigen. Obwohl auch sie selbst zum Opfer von Gewalt wurde, hielt sie der Gang jahrelang die Treue.
Satire gewinnt
Satirische Webseiten werden immer beliebter. Vor allem „Der Postillon“ scheint zum Massenmedium geworden zu sein. Neue Zahlen von IVW und AGOF zeigen, dass die Seite mehr als 10 Mio. Mal monatlich abgerufen wird. Auch andere Satire-Seiten profitieren von dem Hype.
Rassismus in den Medien

Neue Zürcher Zeitung

Die „Papierlose Zeitung“ ist ein Projekt der Autonomen Schule Zürich und der Bleiberecht-Bewegung. Nach der Vorstellung der Redaktion „soll das Blatt für Migranten eine Gegenöffentlichkeit zu den traditionellen Medien schaffen. In der Zeitung, die seit 2010 erscheint, schreiben Migranten und Asylsuchende selbst, anstatt dass – wie meist sonst – über sie berichtet wird.“ Am Montag fand eine von der Zeitung organisierte Diskussion statt, im Rahmen derer Medienfachleute darüber diskutiert haben, ob die Medien Rassismus fördern.