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15. April 2014

Linktipps: Pulitzerpreis, Kalkofes Jubiläum und das Phänomen Bob Ross

Von Daniel Siebenweiber  und Thorsten Glotzmann

Pulitzerpreis 2014: Die US-Ausgabe des Guardian und die Washington Post erhalten für ihre journalistische Arbeit in der NSA-Affäre den Pulitzerpreis in der Hauptkategorie Dienst an der Öffentlichkeit. Außerdem wurde der „Boston Globe“ für die Berichterstattung beim Marathon-Anschlag ausgezeichnet. Auf der Pulitzer-Website sind alle diesjährigen Preisträger aufgelistet.

Fernsehkritik: Vor 20 Jahren lief die erste Folge von „Kalkofes Mattscheibe“. Mittlerweile ist die Sendung auf tele 5 zu sehen. Im Interview mit der taz spricht der TV-Satiriker Oliver Kalkofe über das Gegenwartsfernsehen. Er sagt: „Freiwillig sehe ich nicht mehr linear fern. Einfach so mal einzuschalten, das wäre todesmutig.“

Immer weniger gucken in die Röhre: Die Zahl der jungen Zuschauer, die den Fernseher überhaupt einschalten, sinkt stetig. Nach neuesten Zahlen ist die Einschaltquote in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen auf 51 Prozent gefallen, bei den 14- bis 19-Jährigen auf 43 Prozent. Das heißt: Nicht einmal die Hälfte der unter 30-Jährgen schaltet an einem Durchschnittstag den Fernseher ein. Peer Schader bloggt über das TV-Phänomen.

Phänomen Bob Ross: Er malte im Rahmen seiner Sendung „The Joy of Painting“ etliche Bilder von „happy trees“, „almighty mountains” und “fluffy clouds“. Im deutschen Fernsehen wurde es meist mitten in der Nacht ausgestrahlt. Walt Hickey analysierte für FiveThirtyEight die Werke von Bob Ross statistisch und fand zum Beispiel heraus: In jedem fünften seiner Bilder war ein Wasserfall zu sehen.

Vom Fernsehen zum Film: Richard Brody, Filmkritiker von The New Yorker, stellt die aus seiner Sicht besten Dokumentarfilme aller Zeiten vor, darunter „Shoah“ von Claude Lanzmann und „Histoire(s) du Cinéma“ von Jean-Luc Godard. Brody: „For this list, I selected movies that open new vistas for documentary filmmaking, which imply vectors of activity and thought that are still being realized today by the era’s best documentarists“.