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13. November 2014

Linktipps: Krautreporter, Depression, Cyber-Gottesdienst

Community-Journalismus

David Schmidt von Zeit Online fragt nach bei den Krautreportern, warum sie ihre journalistischen Inhalte kostenlos anbieten, das Kommentieren jedoch kostet. Frederik Fischer und Jessica Weber, die Social Media-Beauftragten von Krautreporter erklären, welchen Wert eine Community in heutigen Zeiten hat. „Warum glauben Sie, dass Menschen dafür bezahlen, kommentieren zu dürfen, nicht aber für Ihre Texte?“, fragt Schmidt. Warum Menschen so etwas mitunter sehr gerne tun, erklärt zum Beispiel SZ-Autor Dirk von Gehlen auf seinem Blog.

Hashtag Depression

Jana Selig hat sich auf Twitter sehr offen über Depressionen geäußert und damit eine große Diskussion in Gang gebracht. Viele Menschen fühlten sich von den Tweets angezogen, der Hashtag #NotJustSad war geboren. Eine Zusammenfassung der Geschehnisse rund um das Thema, über das zu sprechen privat wie öffentlich journalistisch immer noch schwer ist, gibt es bei süddeutsche.de.

Cyber-Gottesdienst

Am Montag traf sich die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Dresden zu einem Symposium mit dem Thema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“. Ein Satz, der so unglaublich ist, dass man ihn fast ein zweites Mal lesen muss. Also: Am Montag traf sich die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Dresden zu einem Symposium mit dem Thema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“. Eines der obersten Gremien der Protestanten in Deutschland diskutiert über die Chancen und Gefahren der Digitalisierung, zum Beispiel durch „medienvermittelte Vergemeinschaftung“ im Gottesdienst. Nach Auffassung eines Redners können die Kirchen den gesellschaftlichen Wandel nicht ignorieren, „weil sie sonst Adressaten verlieren“. Ein Satz, an dem sich manche deutsche Medienhäuser ein Beispiel nehmen könnten.