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4. April 2016

Buchtipp: „Hippiesommer“, Inge Kutter, 40. LR

Inge Kutters Romandebüt ist ein sensibel erzähltes Porträt einer jungen Frau, deren Eltern Hippies waren, während sie für ihr eigenes Leben einen ganz anderen Weg wählt. Warum fühlt sich Jungsein heute so anders an als damals?

Elena ist Ende zwanzig und arbeitet als Unternehmensberaterin rund um die Uhr. Schlaflose Dauerpower. Bis sie an Weihnachten bei ihren Eltern zusammenbricht. Burnout. Jetzt sitzt sie in einem Klinikzimmer. Und hat auf einmal Zeit: keine E-Mails mehr, keine Powerpoint-Präsentationen, das Handy hat man ihr abge-
nommen. Zeit, sich zu erinnern…
… an einen lange verdrängten Sommer, den sie „Hippiesommer“ nennt, obwohl sie in den 1990ern aufwuchs. Sie hat die Musik ihrer Eltern gehört und für eine Schulaufführung des Musicals „Hair“ ein lilafarbenes Kleid ihrer Mutter getragen. Die Zukunft lag vor ihr, alles schien möglich. Doch dann verflog diese Leichtigkeit plötzlich, und für Elena gab es nur noch eines: ihre Karriere. Den Grund dafür glaubt Elena in den Ereignissen jenes Sommers zu finden, dem letzten ihrer Jugend.

Arche Verlag, 204 S., € 18,99