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20. März 2013

Außenblicke auf Deutschland, Mitmach-EU und Rechtstipps für Journalisten

von Fumiko Lipp, Lisa Böttinger, Marieke Reimann und Sabine Pusch

 

1. Großmacht aus Versehen

(via The Guardian)

Vor ein paar Monaten nahm sich das britische Qualitätsblatt „The Guardian“ die Deutschen einmal mehr zur Brust. In einer mehrteiligen Artikelreihe ging es jedoch nicht um die sonst herzlich geliebte Fußballfeindschaft beider Länder, sondern um das moderne Deutschland. „Germany  – The accidental Empire“ zeigt dem britischen Leser, warum es langer Wörter und schwäbischer Hausfrauen bedarf um simple Dinge zu erklären, weshalb Ost-Deutschland das unreligiöste „Land“ der Welt ist und was es mit dem Wutbürger auf sich hat. Auch wenn die Veröffentlichung schon eine Weile her ist, so ist doch der Außenblick unserer Nachbarn auf ein modernes Deutschland zeitlos lesenswert.

 

2. Rechtstipps für Netz-Journalisten 

(via Karsten Lohmeyer, lousypennies.de)

Journalist Karsten Lohmeyer sprach mit Medienanwalt Prof. Dr. Gero Himmelsbach über medienrechtliche Aspekte des Journalistenlebens Entstanden ist eine vierteilige Interviewserie, die für jeden interessant ist, der sich als Journalist im Internet bewegt. Diese Woche mit dem Thema: Abmahnung, Gegendarstellung, Urheber- und Persönlichkeitsrechte – was muss ich beachten, wenn ich mich als Unternehmer, Journalist oder journalistischer Blogger im Internet bewege?

 

3. Unverhohlen: 10 Jahre Irak-Krieg in Bildern

(Alan Taylor, theatlantic.com)

In drei Fotoserien zeigt „The Atlantic“ verschiedene Phasen des Irakkrieges. Teil 1: Der 20. März 2003 und die Wochen unmittelbar danach.

 

4. „Brussels Business“: EU zum mitmachen

(Andrea Jonjic, netzpolitik.org)

Lassen sich das Privatleben von Nutzern und Unternehmensinteressen im Netz vereinbaren? Um diese spannende Frage geht es in Woche sieben des Projektes „The Brussels Business Online“ (TBBO): Weil es nicht genug Transparenz über den Einfluss von Lobbyisten in Brüssel gebe, initiierte Arte die Plattform, auf der sich jede Woche zwei Lobbyisten gegenüberstehen, um Standpunkte auszutauschen. Der Bürger kann sich zum Thema informieren, entscheiden, welche Argumentation ihn überzeugt und abstimmen.

 

5.  Nazis sichtbar machen!

(Teresa Fries, jetzt.de)

Das Projekt Rechtes Land macht auf einer Karte sichtbar, was viele in Deutschland gerne verschweigen würden: Wo sind Rechte besonders aktiv, wo lauert der braune Sumpf? Spätestens die Mordserie des NSU hat deutlich gemacht, dass sich Deutschland nicht länger leisten kann, wegzusehen. Das sehen viele genauso: Die Initiative des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums e.V. wurde komplett über Crowdfunding finanziert.