Weit mehr als eine Klasse

Zusammengewürfelt aus ganz Deutschland stoßen jedes Jahr im Oktober und im November je 15 junge Menschen aufeinander. Dann sind sie eine DJS-Klasse – und entwickeln bald ein echtes Gemeinschaftsgefühl.

Eine DJS-Klasse verbringt viel Zeit zusammen, meist von morgens bis abends, bis der Stundenplan ihnen frei gibt. Zusammen sind sie aber häufig auch davor, danach und dazwischen: Fuball im Park, Grillen an der Isar, ein Wochenend-Trip auf eine Berghütte oder Spargelessen.

Viele Schüler kommen für die DJS das erste Mal nach München. Keine Angst vor Einsamkeit! Das Schulprogramm endet zwar oft erst am Abend, aber es ist selten, dass einmal wirklich niemand fragt: Wer kommt noch mit auf ein Bier ins Stadtcafé? Oder ins Augustiner? Schönes Wetter, das endlich gedruckte „Klartext“-Magazin oder ein ganzer Rehrücken im Kühlschrank, der alleine unmöglich niederzukämpfen wäre – es findet sich immer ein Anlass, zusammen zu kommen.

Dann wird getüftelt, geplant, gemeckert, gelacht, gequatscht und getrunken. Langjährige Freundschaften, Beziehungen, sogar Ehen haben sich bei solchen Treffen schon angebahnt – und mehr. Im Laufe der Jahre wurden rund zwei Dutzend DJS-Babys geboren: Mutter DJSlerin, Vater DJSler.