Reportagethemen der letzten Jahre
2008/2009
1. Fahrendes Volk
Sie stehen bei Wind und Wetter in Fußgängerzonen, um Obst oder Gemüsereiben, Putzlappen oder Teppichreiniger zu verkaufen. Recherchieren Sie die Situation des „Ambulanten Gewerbes“ in Deutschland und beobachten Sie einen dieser fahrenden Händler bei seiner Arbeit.
2. Lust und Frust im Labor
Manchmal liegt es einfach daran, dass ein Salz falsch abgewogen oder eine Flüssigkeit ein paar Grad zu viel erwärmt wurde. Dann waren die letzten Tage umsonst, und es geht wieder von vorne los. Ob in einem Unternehmen, an der Universität oder in der Klinik – Wissenschaftler leisten einen Dienst am Fortschritt, der oft mühsam ist. Eine Reportage aus einem Forschungslabor.
3. Gemeinsam aktiv
Behinderte Spitzenathleten wie Oscar Pistorius wollen sich auch mit Nichtbehinderten messen. Im Breitensport ist das Zusammenspiel von behinderten Sportlern mit Nichtbehinderten häufig schon Alltag. Begleiten Sie eine behinderte Sportlerin oder einen behinderten Sportler zu ihrem/seinem Verein und zeigen Sie Chancen und Probleme ihrer/seiner Integration.
4. Saure Milch
In vielen deutschen Regionen haben Milchbauern demonstriert oder Molkereien blockiert. Wegen des niedrigen Milchpreises können sie nicht mehr rentabel produzieren. Wie ist die Lage dieses landwirtschaftlichen Zweigs wirklich? Verbringen Sie einen Tag in einem Milchviehbetrieb; schildern Sie das Leben, die Arbeit und die wirtschaftliche Situation der Bauernfamilie.6
2007/2008
1. Waidmanns Heil!
Rund 350 000 deutsche Frauen und Männer besitzen einen Jagdschein. Was treibt diese Menschen in Wald und Heide? Die Hege der Natur? Die Sorge um das ökologische Gleichgewicht? Das leidenschaftliche Sammeln von Trophäen? Die Lust am Töten? Begleiten Sie eine Jägerin oder einen Jäger.
2. Endlosschleife Zeitarbeit
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland expandieren die Zeitarbeitsfirmen. In der Debatte um Mindestlöhne spielt Leiharbeit eine große Rolle. Berichten Sie über eine Frau oder einen Mann, die/der sich immer wieder von einem zeitlich begrenzten Job zum nächsten hangelt.
3. Was die Welt im Innersten zusammenhält …
… wollten Menschen schon immer wissen. Gleich ob Mediziner, Biologen, Physiker oder Ingenieure – die Forscher sind inzwischen in immer kleinere Dimensionen vorgestoßen. Porträtieren Sie einen Wissenschaftler oder Techniker bei seiner Reise in unbekannte Miniaturwelten.
4. Globalisierungskids
Englisch mit drei, Chinesisch mit vier, und nebenher das kleine Einmaleins: Früh muss fit gemacht werden, wer sich in Zeiten der Globalisierung behaupten soll. Schicken deshalb Eltern ihre Kleinen in Kindergärten mit Sprachunterricht und anderen Trainingsprogrammen? Ein Besuch „vor Ort“.
2006/2007
1. Deutschland, deine Kevins
Kinder verwahrlosen, werden von überforderten Eltern misshandelt – manchmal bis zum Tod. Und niemand bekommt es mit. Die zuständigen Behörden stehen deshalb schwer in der Kritik. Zu Recht? Begleiten Sie einen Mitarbeiter des Jugendamtes.
2. Eine Frage der Ehre
Es gibt Dank dafür und manchmal eine Urkunde – aber niemals Geld. In Sonntagsreden heißt es: Ohne Menschen, die ein Ehrenamt übernehmen, würde die Gesellschaft nicht funktionieren. Porträtieren Sie eine junge Frau oder einen jungen Mann, die/der sich überdurchschnittlich für „ihre/seine Sache“ engagiert.
3. Ach du dickes Kind!
Immer mehr Jungen und Mädchen in Deutschland haben Übergewicht. Ärzte, Lehrer und Politiker diskutieren darüber. Wie aber geht es den Kindern, wenn sie zu viele Pfunde mit sich herumschleppen müssen? Beschreiben Sie den Alltag eines „Moppelchens“.
4. Sey gegrüßet, holde Mayd
Mittelaltermärkte locken Besuchermassen an. Wer sind die Menschen, die bei diesen Spektakeln in Kutten schlüpfen und seltsam sprechen, die alte Handwerke präsentieren oder als Gaukler auftreten? Was fasziniert sie an dieser angeblich so finsteren Zeit? Mischen Sie sich unter die „Fahrensleut’“.
2005/2006
1. Lehrlingswanderung
Immer mehr junge Frauen und Männer aus den neuen Bundesländern machen ihre Berufsausbildung im Westen – gezwungenermaßen, weil sie in ihrer Heimat keine Lehrstelle finden. Beschreiben Sie, wie diese Jugendlichen leben und wie sie sich fühle
2. Darf ich bitten?
Wer hätte das gedacht: Tanzen ist wieder in – und damit auch die gute alte Tanzschule. Vom Wienerwalzer bis zum Videoclipdancing reicht dort das Programm. Nehmen Sie Ihre Leser mit in einen Tanzkurs.
3. Feiern mit Onkel Hartz
Schildern Sie, wie Kinder das Weihnachtsfest erleben in einer Familie, die mit Arbeitslosengeld II auskommen muss.
4. Heute schon gebloggt?
Man braucht keine Zeitung und keinen Sender mehr, um Tausende von Menschen zu erreichen. Mit einem Weblog kann heute jeder „Journalist“ sein. Begeben Sie sich in die Blogosphäre und porträtieren Sie einen Blogger.
2004/2005
1. Schlaflos in der City
Tief in der Nacht sind sie wach und verdienen ihren Lebensunterhalt: Streifenpolizisten, Tankstellenverkäufer, Lokführer und viele andere arbeiten dann, wenn der Rest der Menschheit schläft. Porträtieren Sie einen dieser „Nachtmenschen“, seinen Spaß am Beruf und seine Probleme.
2. Ausfahrt Stille
Sie nehmen den Fuß vom Gas und halten inne: Menschen in der Autobahnkirche. Verbringen Sie einen Tag in einer dieser Kirchen und schildern Sie Ihre Eindrücke.
3. Kindeskinder
Trotz Aufklärung und Verhütung werden jedes Jahr viele tausend minderjährige Mädchen schwanger. Beschreiben Sie den Alltag einer „Teeniemama“.
4. Der ständige Begleiter
Sie kümmern sich um Menschen, die ohne sie verloren wären. Schildern Sie an einem Beispiel die Tätigkeit eines Bewährungshelfers oder einer Bewährungshelferin.
2003/2004
1. Leben auf Rädern – Begleiten Sie einen Tag lang einen Fernfahrer. Schildern Sie seine Arbeit und seine Erlebnisse unterwegs und stellen Sie die Licht- und Schattenseiten eines Berufsstandes dar, ohne den ein modernes Land nicht existieren könnte.
2. Karrieresprung – Gestern noch Geld vom Arbeitsamt, heute der eigene Chef. Beschreiben Sie, wie sich junge Arbeitslose mit einer originellen Idee als „Ich-AG“ über Wasser halten.
3. Ernsthaft verrückt – Die einen treffen sich im „Verein zur Verzögerung der Zeit”, andere leben in ihrer Freizeit als Indianer oder pielen verbissen Tippkick-Meisterschaften aus. Beobachten Sie Menschen, die sich für eine kuriose Sache engagieren.
4. Gottes-Dienst – Auch in heutiger Zeit fassen Frauen und Männer den Entschluss, Nonne oder Mönch zu werden. Schildern Sie den Alltag von Menschen, die ihr Leben Gott geweiht haben.
2002/2003
1. Aus – Selten gab es so viele Pleiten wie im Jahr 2002. Beschreiben Sie in einer Reportage, wie ein Unternehmer/eine Unternehmerin (Handwerksmeister, Boutiquen-besitzerin, IT-Dienstleister oder ähnliches) vergeblich gegen den Konkurs kämpfte.
2. Was Schöffen schaffen – Schildern Sie an einem Beispiel die Tätigkeit eines ehrenamtlichen Richters oder einer ehrenamtlichen Richterin.
3. Bretter, die die Welt bedeuten – Theater ist überall: in Sälen von Gaststätten, Vereinsheimen, Turnhallen und in Schul-Aulen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen einer Laienbühne.
4. Rückgabe – Einmal im Jahr läuft das Geschäft umgekehrt: Waren gehen massenhaft zurück in die Läden. Beobachten Sie Kunden und Verkäufer beim Umtausch ungeliebter Weihnachtsgeschenke.
2001/2002
1. „Unparteiisch“? – Die Parteien in der Bundesrepublik verlieren immer mehr junge Wähler. Gibt es trotzdem politisches Engagement? Finden Sie in einer Reportage heraus, wie politisches Handeln für junge Leute im Jahr 2001 aussieht.
2. Anders – Viele junge Leute wollen nicht so sein, wie ihre Umgebung es erwartet. Schildern Sie in einer Reportage, wie sie das versuchen und was sie dabei erleben.
3. Keine Angst vor Aids? – Aids-Hilfsorganisationen sprechen von einem Gewöhnungsprozess im Umgang mit der Seuche. Recherchieren Sie in Ihrem persönlichen Umfeld, welche Rolle „safer sex“ beim Kennenlernen spielt.
4. Der Letzte seiner Zunft – Machen Sie sich in einer Reportage auf die Suche nach Berufen und ihren Vertretern, die es vermutlich bald nicht mehr geben wird.
2000/2001
1. Liebesbriefe 2000 – Finden Sie in einer Reportage heraus, wie junge Leute zu Beginn des neuen Jahrtausends miteinander kommunizieren und was sie sich mitteilen.
2. Männer, die ihre Frau stehen – Immer mehr Männer arbeiten in typischen Frauenberufen. Schildern Sie in einer Reportage Tendenzen und Erfahrungen.
3. Die Deutschen – ein Volk von Süchtigen? – Recherchieren Sie am Beispiel Ihrer persönlichen Umgebung den Umgang mit Drogen.
4. Man benimmt sich wieder – Manche behaupten, gutes Benehmen sei wieder gefragt. Überprüfen Sie, ob das stimmt, wer das fördert und wie sich der Trend äußert.
1999/2000
1. Arm im reichen Land: Sozialpolitiker streiten darüber, wer arm ist. Schildern Sie in einer Reportage Menschen, die nach Ihrer Meinung an der Armutsgrenze leben.
2. Was für eine Straße! Porträtieren Sie eine Straße ihres Heimatortes, deren Besonderheiten und Bewohner auch für Leser außerhalb dieses Ortes interessant sind.
3. Von der Schulbank auf den Chefsessel: Machen Sie sich auf die Suche nach einem jungen Unternehmer/ einer Unternehmerin, und schildern Sie wie aus einer Geschäftsidee ein wirtschaftlicher Erfolg wurde.
4. Das doppelte Lottchen: Finden Sie in einer Reportage heraus, wie sich das Leben von Zwillingen (oder Drillingen) vom Leben anderer Menschen unterscheidet.
1998/99
1. Mitgefangen, mitgehangen: Schildern Sie die Situation von Freunden und Familienangehörigen von Strafgefangenen.
2. Religionsfreiheit: Berichten Sie über die Erfahrungen von nichtchristlichen Schülern und schildern Sie die aktuelle Diskussion über den Religionsunterricht.
3. Mann, bist du schön: Kosmetik und Mode sind kein Tabu mehr für Männer. Machen Sie sich auf die Suche nach männlicher Eitelkeit.
4. Vereint im Verein: Spüren Sie einem typisch deutschen Phänomen nach.
1997/98
1. Grenzenlos: Berichten Sie über Menschen, die aus den neuen in die alten Bundesländer – oder aus den alten in die neuen umgezogen sind. Impressionen aus dem achten Jahr der deutschen Einheit.
2. Bitte nur Gemüse! Es gibt immer mehr Vegetarier. Berichten Sie, welche Erfahrungen Leute machen, die sich für eine Ernährung ohne Fleisch entscheiden.
3. Im Hörsaal: Die Universitäten sind in die Kritik geraten. Welche Erfahrungen machen Studenten im ersten Semester? Sehen Sie sich auf dem Campus um und berichten Sie.
4. Weihnachten ohne Lametta: Schildern Sie, wie Weihnachtsmuffel den Heiligen Abend verbringen.
1996/97
1. Fahrlehrer – Streß oder Traumberuf? Schildern Sie den beruflichen Alltag eines Fahrlehrers.
2. Bitte lochen! Piercen sagt man zur neuen Leidenschaft. Berichten Sie über diese Modeerscheinung.
3. Surfen für Minderbegabte: Alle sprechen vom Internet, aber nur zwei Prozent der Deutschen nutzen es, sagt eine Umfrage. Alles ein großer Bluff? Machen Sie einen Ausflug in die Datenwelt und schildern Sie ihre Erfahrungen, befragen Sie Andere.
4. Kann man Freunde essen? Pferdefleisch ist BSE-frei. Und man bekommt es in jeder größeren Stadt. Steht es auch auf Speisekarten? Berichten Sie über ein Nahrungsmittel aus der “Tabu-Zone”.


