1. Prüfung
Die Bewerbungsunterlagen werden Anfang Dezember verschickt. Die Bewerber müssen dann eine Reportage (samt schriftlicher Dokumentation des Recherchewegs) schreiben und einen ausformulierten Lebenslauf einreichen.
Die Reportage
Für die Reportage suchen sich die Kandidaten eines von vier vorgegebenen Themen aus. Die Arbeit darf etwa 5000 Zeichen lang sein. Zusätzlich müssen sie auf einem Extrablatt den Rechercheweg (Vorgehensweise und Ansprechpartner) dokumentieren.
WICHTIG: Zusammen mit der Reportage müssen die Bewerber der DJS mitteilen, für welchen Ausbildungsweg (Kompakt- oder Masterstudiengang) sie sich entscheiden. Eine Änderung ist später nicht mehr möglich.
Der Lebenslauf
Durch den Lebenslauf möchte die Schule die Bewerberin oder den Bewerber näher kennen lernen. Deswegen: Nicht nur Stichpunkte aufführen oder den eigenen Lebensweg in eine Tabelle quetschen. Stattdessen: erzählen, sich selbst zum Thema machen – in einem ausformulierten Lebenslauf, der nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein soll. Die harten Fakten wie Herkunft, Elternhaus und Ausbildung genauso erwähnen wie das Bunte – Hobbys, Interessen, Ziele. Faustregel beim Schreiben des Lebenslaufs: Natürlich bleiben.
Noch etwas zur Beruhigung: Man muss nicht seit der Grundschule Chefredakteur der Schülerzeitung gewesen sein, um eine Chance auf der DJS zu haben. Und genauso wenig muss man durch Praktika von der Augsburger Allgemeinen bis zur Neuen Zürcher Zeitung die halbe Medienlandschaft erobert haben. Aber man sollte schreiben, weshalb man Journalist werden will und warum man sich bei der DJS bewirbt.
Reportage und Lebenslauf müssen bis Mitte Januar eingereicht werden. Der genaue Abgabetermin wird den Bewerbern in den Bewerbungsunterlagen mitgeteilt.
Bewertung
Die Bewerbungsreportagen werden von drei erfahrenen Journalisten unabhängig voneinander gelesen und bewertet. Jeder Journalist kann maximal vier Punkte vergeben. Bis spätestens Ende März erhalten die rund 150 Bewerber (für jede Lehrredaktion circa 50) mit den besten Texten eine Einladung zur zweiten Runde, der Aufnahmeprüfung in München.
Chancen
Von den jährlich mehr als 2000 Interessenten, die die Bewerbungsunterlagen anfordern, geben viele das Rennen auf, bevor es überhaupt beginnt: Nur etwa ein Drittel der Kandidaten sendet eine Bewerbungsreportage zusammen mit Rechercheplan und einem Lebenslauf ein.


