“Erster Politischer Journalist des öffentlich-rechtlichen Wochenendfernsehens”
Es ist eher selten, dass ein DJS-Absolvent die Schlagzeilen füllt. Einer schafft es immer wieder: Günther Jauch. Er war in der 15. Lehrredaktion und blieb der Schule viele Jahre lang als Dozent und Mitglied der Prüfungskommission verbunden. Jetzt ist er wieder für Spitzenmeldungen gut: Jauch übernimmt 2011 den Sonntagabendtalk in der ARD – sofern die Gremien zustimmen. Seine schreibenden Journalistenkollegen flechten ihm aus diesem Anlass Lorbeerkränze: “Erster Politischer Journalist des öffentlich-rechtlichen Wochenendfernsehens” nennt ihn die Süddeutsche Zeitung und widmet ihm ein großes Proträt auf ihrer Seite Drei.
Die FAZ meint, er sei nicht nur der populärste Fernsehmacher, “sondern vielleicht auch einer der klügsten”. Die Frankfurter Rundschau kündigt auf der Seite 1 eine Geschichte über den “Starmoderator mit Schwiegersohn-Appeal” an. BILD spricht von einer “TV-Sensation”, einem “großen Sieg” für Jauch und erinnert daran, dass 2007 ein Wechsel zur ARD knapp gescheitert war. DIE WELT sieht in dem Engagement im Ersten ein “Signal von enormer Bedeutung”. Günther Jauch selbst kommentierte den künftigen Job gelassen: “Schön, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat. Jetzt freue ich mich auf meine Sendung am Sonntagabend.”
In der Münchner Abendzeitung kommentiert die DJS-Absolventin Tina Angerer: “Jauch ist einer der Besten, er ist Entertainer und Journalist, und er ist zu Recht sehr erfolgreich. Er wird den Poltik-Talk am Sonntag hoffentlich stark verändern. Denn er steht so gar nicht auf Politiker-Deutsch und er begegnet den Großen ohne zu viel Respekt. Seine Aufgabe muss sein, das politische Geschehen für den Normalbürger verständlich zu machen, den Politikern auf die Füße zu treten.”

Eine Krone für Jauch: Der Moderator gratuliert Lena Gorelik zum Hauptgewinn der Verlosung beim DJS-Jubiläum, links BMW-Pressechef Maximilian Schöberl
Mit eingefädelt hat den Deal Volker Herres, der Programmdirektor der ARD. Auch er hat sein Handwerk auf der Journalistenschule gelernt, in der 17. Lehrredaktion. Seit Juni 2009 ist er Vorstandsvorsitzender des Trägervereins der DJS. Herres’ Kommentar: “Mit Jauch geht’s auch – und zwar noch viel besser. Mit Deutschlands wohl beliebtestem Moderator werden wir das Informationsprofil des Ersten weiter stärken und unser Angebot noch klarer und verlässlicher strukturieren. Wir sind eins – und wollen es auch bleiben.” Als der Vertrag vor gut drei Jahren geplatzt war, hatte der damalige SWR-Intendant Peter Voß gesagt: “Ohne Jauch geht’s auch.”
Die Spitzenleute der ARD sind begeistert. Peter Boudgoust, der ARD-Vorsitzende: “Wir bieten dem Großmeister der journalistischen Unterhaltung ein Programmumfeld, das seinen Fähigkeiten entspricht. Und den Gebührenzahler kostet seine Verpflichtung keinen Cent mehr. Dazu die Vereinheitlichung der Tagesthemen-Anfangszeiten: ein perfekter Coup.” Lutz Marmor, Intendant des Norddeutschen Rundfunks: “Die Besten ins Erste – Günther Jauch wird dem Ersten neue Impulse geben. Es lohnt sich, Geduld und einen langen Atem zu haben.” Und Monika Piel, Intendantin des Westdeutschen Rundfunks: “Die journalistischen Wurzeln von Günther Jauch liegen in der ARD. Ich freue mich, dass er dorthin zurückkehrt.”



