Die DJS gratuliert ihren Preisträgern

Die Gewinner des Sonderpreises: (v.l.) Martin Langeder, Mauritius Much, Bastian Obermayer, Marc Baumann mit Jurorin Elke Heidenreich. Foto: waberseck/stern
Großartige Erfolge von DJS-Absolventinnen und -Absolventen bei Journalisten-Wettbewerben:
In drei Kategorien des renommierten Henri Nannen Preises 2010 stehen DJSler an der Spitze: Katia Gloger (24K), Hania Luczak, Marc Baumann (39B), Martin Langeder (46K) und Bastian Obermayer (41K).
Den Axel-Springer-Preis 2010 holte sich Johannes Gernert (44K).
Bettina Gaus (15A) wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mit dem Medienpreis für Sprachkultur ausgezeichnet; Christian Salewski (45B) erhielt den Alexander-Rhomberg-Preis, die Auszeichnung der GfdS für Nachwuchsjournalisten.
Vor zwei Jahren noch an der DJS, jetzt stolzer Nannen-Preisträger: Strahlend stand Martin Langeder auf der Bühne des Hamburger Schauspielhauses und genoss das Lob der Jurorin Elke Heidenreich. Gegen den Widerstand der Bundeswehr hatte er zusammen mit Marc Baumann, Bastian Obermayer und Mauritius Much mehr als hundert Feldpostbriefe und E-Mails deutscher Soldaten aus Afghanistan gesammelt und in der Weihnachtsausgabe des SZ Magazins veröffentlicht. Die Briefe erzählen vom Alltag im Feldlager, von Einsätzen und den widersprüchlichen Gefühlen dabei, von Banalität und Langeweile, von Beklemmung und Wut. Diese Feldpost, so die Jury, „vermittelt ein authentisches Gefühl dafür, wie die Deutschen in den Krieg und der Krieg zu den Deutschen kam. Eine ferne Front ist plötzlich ganz nah“. Die jungen Journalisten erhielten dafür einen Sonderpreis der Nannen-Jury.
Den Preis für die „Beste Reportage“ (Egon Erwin Kisch-Preis) vergab die Jury an Hania Luczak (rechts). Ihre in GEO veröffentlichte Reportage „Ein neuer Bauch für Lenie“ schildert das Schicksal von Menschen, die ohne künstliche Ernährung nicht lebensfähig sind, weil ihr Darm keine Nahrung verarbeiten kann. Nach zehn Monaten Vorarbeit konnte die Autorin die erste Einpflanzung eines gesunden Darmes an einem dreijährigen Kind verfolgen. Sie hat daraus eine Wissenschaftsreportage gemacht, die, so hob die Jury hervor, „bewegend ist und genau, präzise, empathisch und frei von Kitsch“.
Für den Beitrag „Amerikas dunkles Geheimnis“, im stern erschienen, wurde ein dreiköpfiges Autorenteam – darunter die DJSlerin Katja Gloger (links) – in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet. Die Jury war beeindruckt von ihrem Bericht, der „auf beklemmende Weise nachzeichnet, wie die USA, die wichtigste Demokratie der Welt, zu einem Folterstaat wurde; wie ein ganzer Staat auf die dunkle Seite wechselte und mit Druck und Versprechungen Menschen zu willfährigen Mittätern machte“.
Unter den besten drei waren außerdem Anna Kemper (43K) in der Kategorie Humor und Wolfgang Uchatius (30B) in der Kategorie Dokumentation.
Den Axel-Springer-Preis 2010 gewann in der Kategorie Print/Wochen- /Monatspublikationen Johannes Gernert (44K, rechts) für sein Stück „Kampfzone Kasse“, erschienen in der Sonntaz. Unter den „hervorragenden Leistungen“ in dieser Kategorie sind auch die Texte von Nora Reinhardt (46A) „Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild“, erschienen im Spiegel, und von Tobias Romberg (44B) „Brutal viel Geld verdienen“, erschienen in der Zeit. Hervorragende Leistung wurde auch dem Online-Projekt Wahlfahrt 09 bescheinigt, an dem Malte Göbel (46A), Christian Salewski (45B) und Daniel Stender (46A) maßgeblich beteiligt waren.
Christian Salewski erhielt Anfang Mai eine weitere Auszeichnung: Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) verlieh ihm den hat den mit 5000 Euro dotierten Alexander-Rhomberg-Preis, mit dem der journalistische Nachwuchs gefördert werden soll. Den Medienpreis für Sprachkultur in der Sparte Presse verlieh die GfdS an Bettina Gaus (15. Lehrredaktion). In seiner Laudatio im Kurhaus in Wiesbaden lobte der ehemalige Zeit-Chefkorrespondent Gunter Hoffmann, die Politische Korrespondentin der taz leiste in ihren scharfzüngigen Kommentaren zum Berliner Politikbetrieb „die Arbeit der Zuspitzung“.


